Können wir Gott beweisen?

Ermahnung

Können wir Gott beweisen? Viele aufrichtige, demütige Christen sagen: «Nein, man kann nur glauben.» Diese Art von «Nein» ist vielleicht ein bisschen zu demütig. Aber: Wir müssen Gott nicht beweisen. Er ist Realität.

Bedenke Folgendes: Die blosse Frage reicht schon als Gottesbeweis. Das klingt nach einem ziemlich naiven Zirkelschluss. Aber versuch dir vorzustellen:

Es gibt tatsächlich keinen Gott. Wenn es keinen Gott gibt, gibt es keine letzte Instanz für Wahrheit und Moral. Alles, aber auch wirklich alles, ist nur eine Frage der persönlichen Vorliebe. Es ist nicht möglich, etwas absolut zu bejahen oder zu verneinen. Mord ist schlecht? Warum? Wer ist für diese Meinung die letzte, objektive Instanz? Ich bevorzuge es, zu morden. Wer bist du, mir zu sagen, das sei schlecht? Wer hat dir diesen moralischen Massstab gegeben? Gott war’s nicht, denn er existiert ja nicht.

Nun wende dieses Prinzip auf die Behauptung an: «Gott existiert nicht.» Mit dieser absoluten Aussage hätte ich bewiesen, dass Gott existiert. Warum?

Ich kann nur absolute Behauptungen aufstellen, wenn es dafür einen absoluten, letzten, objektiven Massstab gibt. Ohne Gott gibt es keinen absoluten, letzten, objektiven Massstab. Wieder: Wer ist denn für die Meinung, dass es Gott nicht gibt, die absolute, letzte Instanz? Der grosse Gott des Atheismus?

Mit anderen Worten: Der Atheismus bestätigt die Existenz Gottes, weil er mit seiner absoluten Aussage («Gott existiert nicht») von einem absoluten Massstab ausgeht. Da ist der Agnostizismus ehrlicher …

Ätsch. Debatte verloren. Gott existiert. Ja, aber … Auch wenn diese (nicht von mir stammende) Gehirnakrobatik einleuchtet, ist sie nicht zwingend nötig. Die Bibel versucht nämlich gar nicht, Gott zu beweisen. Sie geht davon aus, dass Er ist (1.Mo 1,1). Wer etwas anderes sagt, ist ein Narr (Ps 14,1; 53,2).

Aber wenn wir schon beim Beweisen sind: Das Universum hat einen Anfang (1.Mo 1,1). Sogar der überzeugteste Evolutionswissenschaftler wird das bestätigen und nicht behaupten, das Universum, Materie, Raum und Zeit seien schon immer da gewesen.

Was ist die beste Erklärung für die Entstehung des Universums? Der Atheist glaubt an das Wunder des «Urknalls». Materie, Raum und Zeit entstanden gleichzeitig. Wodurch? Woraus? Noch einmal: Mit dem angeblichen Urknall begannen Materie, Raum und Zeit zu existieren. Welch glücklicher Zufall, dass sie gemeinsam entstanden! Aber wer oder was war dann die Ursache von Materie, Raum und Zeit? Wo kamen sie her? Wer oder was schafft es, Materie, Raum und Zeit gleichzeitig entstehen zu lassen?

Im Anfang entstanden zufälligerweise Materie, Raum und Zeit. Wirklich? Es geht einfacher: «Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.»

Wie entstand alles Leben? Erklärungsvorschlag 1: Gott ist die Ursache. «Gott sprach … und es wurde …» Erklärungsvorschlag 2: Zufall ist die Ursache. Materie, Raum und Zeit entstanden auf einmal gemeinsam. Bumm und es wurden Materie, Raum und Zeit.

Für welches Konzept brauchst du mehr Glauben?

Das Konzept eines Schöpfergottes ist ein sehr starker Beweis für die Existenz Gottes.

Es ist allerdings so: Debatten um die Existenz Gottes sind für Christen ein Glücksspiel. Es kann sein, dass ein schlauer Christ auf einen nicht ganz so schlauen Atheisten trifft und ihn in Grund und Boden argumentiert. Doch wer garantiert diesem schlauen Christen, dass er nicht einmal auf einen noch schlaueren Atheisten trifft?

Das Kernproblem ist die Weltsicht: Du hast soeben Argumente aus einer christlichen Weltsicht gelesen. Die christliche Weltsicht setzt einen Gott voraus. Die atheistische Weltsicht hat Bedingungen und Voraussetzungen, die Gott ausklammern. Diese Weltsicht ist zwar unsinnig, aber sie wurde so zusammengeschustert, dass sie sämtliche Argumente für Gott unterdrückt und ablehnt.

Schlaue Argumente können hilfreich sein. Aber Gott ist nicht auf sie angewiesen. Er ist da. Punkt.

Darum ist die Beweisführung für die Existenz Gottes in der christlichen Weltsicht nicht notwendig. Die Gottesleugner sind die Narren (Ps 14,1; 53,2).

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17 Gedanken zu “Können wir Gott beweisen?

  1. Ein echt guter Artikel. Der Punkt mit der Weltsicht kann ich aus Erfahrung nur bestätigen. Ich argumentiere und beweise, dass die Sichtweise des Gottlosen unsinnig, widersprüchlig und in sich fehlerhaft und falsch ist. Er besteht trotzdem darauf und aus einer Argumentation wird ein Streit. Er will nur noch “gewinnen”. Doch wie du selbst schon sagtest: Es ist nicht unsere Aufgabe andere zu überzeugen. Wir tun, was wir tun können und Gott tut seines. Erkenntnis ist eine Sache der Gnade Gotte und nicht der Argumentation. Deswegen lautet meine Empfehlung: Spreche die Worte Gottes zum Ungläubigen, denn diese sind Leben und bewirken Gottes Kraft in Ihm.

    God bless you.

    P.S Ein Atheist muss für die Behauptung: “Es gibt keinen Gott.” genauso viel Glaube aufbringen, wie ein Christ, denn er kann nicht beweisen, dass es keinen gibt.

    • Danke sehr! Am Ende steht ohnehin jeder ohne Entschuldigung vor Gott. Und diskutieren kann man lange, ohne auf einen grünen Zweig zu kommen; in der Tat, es ist eine Frage der Weltsicht.

  2. Wenn jemand nun absolut behauptet, dass das Spaghetti-Monster NICHT existiert, ist dies dann ein Beweis dafür, dass es doch existiert? Oder dass Gott existiert? Diese absolute Behauptung könnte auch einfach falsch sein, weil sie unüberlegt ausgesprochen wurde… das sich damit etwas beweisen lässt, sehe ich nicht ein.

    So weit ich mit Atheisten diskutiert habe, behaupten die meisten ausserdem eher, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt, was also nicht eine absolute Behauptung wäre. Man kann ja auch nicht beweisen, dass es das Spaghetti-Monster nicht gibt. Also wäre es auch wirklich unsinnig beweisen zu wollen, dass es Gott nicht gibt.

    Richard Dawkins z.B. soll gesagt haben: “Ich bin Agnostiker.Üblicherweise sind Agnostiker Leute,die eine 50-zu -50-Wette über die Existenz Gottes eingehen…Das finde ich zu wenig…Die Atheisten gehen weiter.Atheismus in purer Form heißt:Gott gibt es mit hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit nicht.Auch diese Position teile ich nicht.Ein Wissenschaftler sollte sich nie hunderprozentig sicher sein. Aber es geht um mehr als 50 zu 50. Ich fälle ein Urteil über die Wahrscheinlichkeit seiner Existenz.Und die liegt unter 50 Prozent, ich glaube sogar sie ist äußerst gering.”

    Da finde ich die Argumentation bezüglich Urknall / Schöpfung doch die einzig einleuchtende und in die richtige Richtung führende.

    Meiner Meinung nach sollte man in dieser Sache aber nicht von Beweisen reden sondern eher von Hinweisen, Wahrscheinlichkeiten und / oder Erfahrungen. Einen 100%igen schwarz-auf-weiss Beweis für / gegen Gottes Existenz gibt es m.E. nicht.

    • Es geht hier nicht um Spaghetti-Monster, Buddha, Allah oder Christus, sondern um die Absolutheit einer Behauptung. Ohne absoluten Massstab gibt es keine absoluten Aussagen, sondern nur Möglichkeiten und Präferenzen. Die Definition von Atheist ist Gottesleugner … ein Atheist, der sagt, dass es wahrscheinlich keinen Gott gibt, ist kein Atheist mehr, sondern Agnostiker (du zitierst ja selbst Richard Dawkins).

      Anders gesagt: Meine Eingangsbehauptung geht nur von der Existenz eines Gottes aus! Damit ist noch nicht der christliche Gott bewiesen. Ob es dir gefällt oder nicht, jede absolute Aussage, die getätigt wird, setzt einen absoluten Massstab voraus; ob du ihn jetzt Spaghetti-Monster, Allah oder Christus nennst … die Bibel offenbart, wer der absolute Massstab ist …

  3. “Wenn jemand nun absolut behauptet, dass das Spaghetti-Monster NICHT existiert, ist dies dann ein Beweis dafür, dass es doch existiert? Oder dass Gott existiert?”

    Nein. Es ist der Beweis dafür, dass er an ein übernatürliches Gesetz/Geschöpf glauben muss, dass definiert, das es ein Spaghetti-Monster gibt/nicht gibt. Ohne absolutes, objektives und übernatürliche Gesetze, die als Maßstab gelten, ist keine absolute Aussage möglich und somit keine Wahrheit.

    Wenn ich einen Apfel runter fallen lasse, dann ist er absolut runter gefallen und nicht wahrscheinlich.

    Prinzipiell kann man sagen, dass die Existenz/Nichtexistenz Gottes ein Glaubenssache ist, welche von Gottes Gnade gegeben wird. Der Punkt, den Ungläubige nicht einsehen ist der, dass Sie behaupten, dass es keinen Gott gibt und hierbei in Wirklichkeit ihre Ansicht als Maßstab für Wahrheit nehmen.

    Um es in der Sprache von “Wahrscheinlichkeit” auszudrücken: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Tornado über einen Schrottplatz fegt und hierbei eine fertige Boing 747 baut ist geringer, als die Wahrscheinlichkeit, dass es einen Gott gibt.

    Es obliegt an dir, wofür du dich entscheidest.

    • Der Spruch mit dem Tornado stammt nicht von Dir, Friedrich, du hast ihn nur verfälscht. Es heißt : Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Universum von selbst erschaffen hat ist so, als wenn ein Tornado über einen Schrottplatz fegt und dabei zufällig eine Boing 747 zusammenpustet. Oder: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Leben auf der Welt ohne Schöpfer entwickelt hat ist so, als wenn man einen Sack voll Buchstaben durchs Fenster in der Garten schmeißt und die sich dann zufällig zu “Goethe’s Faust” zusammenlegen.
      Viele Grüße, Felizi

  4. “Bedenke Folgendes: Die blosse Frage reicht schon als Gottesbeweis. Das klingt nach einem ziemlich naiven Zirkelschluss.”
    Toll dass gleich am Anfang der wahre Wert der Aussage selbst hervorgehoben wird.
    Dass der Autor: “das klingt” hinzufügt ändert da auch nichts mehr daran.

    Mit dieser Aussage hat er selbstverständlich vollkommen Recht:
    “Es gibt tatsächlich keinen Gott. Wenn es keinen Gott gibt, gibt es keine letzte Instanz für Wahrheit und Moral. Alles, aber auch wirklich alles, ist nur eine Frage der persönlichen Vorliebe. Es ist nicht möglich, etwas absolut zu bejahen oder zu verneinen. Mord ist schlecht? Warum? Wer ist für diese Meinung die letzte, objektive Instanz? Ich bevorzuge es, zu morden. Wer bist du, mir zu sagen, das sei schlecht? Wer hat dir diesen moralischen Massstab gegeben? Gott war’s nicht, denn er existiert ja nicht.”

    Er vergisst aber dass eine Gesellschaft sehr wohl selbst definieren kann: Morden, Diebstahl etc. ist schlecht weil es jedem einzelnen zu gute kommt wenn er sich sicher fühlt bzw. nicht ermordet wird usw.

    “Mit anderen Worten: Der Atheismus bestätigt die Existenz Gottes, weil er mit seiner absoluten Aussage («Gott existiert nicht») von einem absoluten Massstab ausgeht. Da ist der Agnostizismus ehrlicher …”

    Diese Aussage bzw. der Gedanke dahinter wimmelt nur so von logischen Fehlschlüssen.

    Mit der unten verlinkten Seite ist es sehr leicht den Unsinn zu entlarven:
    http://glaube-ist-heilbar.blogspot.ch/2010/01/logische-fehlschlusse.html

    Also was haben wir hier, einmal ein Strohmannargument:
    Der Autor stellt die Gegenseite bewusst oder unbewusst falsch dar. Hoffen wir mal für ihn, dass es unbewusst ist denn ansonsten wäre er ein bewusster Lügner und Manipulierer der die Wahrheit absichtlich verdreht und solche Menschen sind sowieso schon am untersten Punkt der Glaubwürdigkeit angekommen.

    Der Atheismus ist erst mal keine Religion die eine konkrete Aussage trifft oder ein Dogma formuliert das alle glauben oder vertreten müssen, jeder kann sich Atheist nennen egal was er denkt und vertritt.
    Zudem hab ich noch von keinem Atheisten gehört dass Gott zu 100% nicht existiert, eben solche völlig
    unbelegten Fixaussagen sind die Spezialität von Abergläubischen aller Art aber nicht von Realisten.

    Und selbst wenn es viele Atheisten gäbe die das behaupten kann das den anderen egal sein, die meisten werden das nicht behaupten und dürfen sich trotzdem Atheisten nennen, kein Gott oder sonst wer kann ihnen das verbieten. Ich bzw. die anderen haften nicht für die Fehler von anderen. Da hat er Pech gehabt. Das verstehen Christen nicht, wir denken selber und sind nicht an ein dümmliches Buch oder sonstige Dogmen einer Religionsgemeinschaft gebunden.

    Das er generell auf Kindergartenniveau argumentiert stellt er sehr eindrücklich zur Schau
    “Ätsch. Debatte verloren. Gott existiert.”
    Toll, eine Aussage auf dem Niveau von: „Ich habe Recht und du bist blöd!“
    Das letzte Mal hab ich wohl im Alter von 5-6 sowas von mir gegeben.
    Aber da man bekanntlich mit Kindern auch nicht seriös und logisch diskutieren kann macht das bei den meisten Christen auch keinen Sinn.
    “Zu glauben wie Kinder” (wie Jesus das ja möchte) nehmen viele leider sehr ernst.

    “Aber wenn wir schon beim Beweisen sind: Das Universum hat einen Anfang (1.Mo 1,1). Sogar der überzeugteste Evolutionswissenschaftler wird das bestätigen und nicht behaupten, das Universum, Materie, Raum und Zeit seien schon immer da gewesen.”
    Fehler 1: Evolutionswissenschaftler haben nichts mit dem entstehen des Universum zu tun.
    Fehler 2: Es gibt sehr viele die sagen das Universum war schon immer da, nur eben in einem anderen Zustand (vor dem Urknall), jedenfalls viel viel naheliegender als dass ein allmächtiges Fantasiewesen das niemand sehen oder messen kann zufällig schon immer da war.

    “Was ist die beste Erklärung für die Entstehung des Universums? Der Atheist glaubt an das Wunder des «Urknalls». ”
    Wunder? Nur weil man etwas nicht versteht ist es sofort ein Wunder?
    Typisch christliche Denkweise, nur nichts verstehen wollen oder nachforschen, alles ist ein Wunder, blöd nur dass die Wissenschaft trotzdem das “Wunder” Blitz, Donner, Regen, Sonnenfinsternis, Erdbeben usw. entzaubert hat und ganz simpel erklären kann völlig ohne Gott.

    “Im Anfang entstanden zufälligerweise Materie, Raum und Zeit. Wirklich? Es geht einfacher: «Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde.»” Ach bitte das ist doch nur noch peinlich. Das Gott zufälligerweise entstanden ist, ist bei seiner Komplexität und angeblicher Allmacht fast unendlich mal komplizierter und unlogischer als, dass das Universum entstanden ist.

    “Das Konzept eines Schöpfergottes ist ein sehr starker Beweis für die Existenz Gottes.”
    Aha, wir verlassen Kindergartenniveau und begeben uns nochmal eine Stufe tiefer:
    >>>Tautologie:
    Ein Argument wird mit sich selbst begründet. Beispiel: Gott braucht sich nicht für das Böse auf dieser Welt zu rechtfertigen, weil Gott Gott ist.<<<
    Das Gott alles erschaffen haben soll ist ein Beweis dafür dass es diesen Gott gibt!? Wow! :)

    "Darum ist die Beweisführung für die Existenz Gottes in der christlichen Weltsicht nicht notwendig. Die Gottesleugner sind die Narren (Ps 14,1; 53,2)."
    Oder anders formuliert: „Ich bin so klug und alle mit einer anderen Meinung sind dumm und Idioten!“
    Prost Mahlzeit!
    Ein Glück für viele Christen, dass man an Überheblichkeit und Arroganz nicht sterben kann!

    • Sicherlich bist du schlauer/intelligenter/cleverer als ich (und der echte Kant sowieso), aber ein Fakt aus Gottes Sicht bleibt jedenfalls – Arroganz hin und her – bestehen: Der Narr spricht in seinem Herzen: »Es gibt keinen Gott!«

      • @malgo:
        Irgendwie erinnert mich das an folgenden Fehlschluss:

        “Argument von der Wiederholung
        Eine Behauptung wurde so häufig wiederholt, dass sie als scheinbarer Fakt in das kollektive Bewusstsein eingegangen ist. Trotzdem versteht man die Aerodynamik des Hummelflugs und die Menschen im Mittelalter glaubten im Allgemeinen nicht, dass die Erde eine Scheibe wäre.”

        Bibelzitate werden einfach unhinterfragt übernommen und so lange wiederholt bis alle “Narren”
        es aufgeben Belege für deren Wahrheitsgehalt einzufordern.

  5. “Nun bin ich mal richtig gespannt was du, “Immanuel Kant”, für Belege deiner Hypothesen vor bringst.”
    Was für Hypothesen meinst du?
    Du erwartest doch hoffentlich nicht etwa Belege für die Nichtexistenz eines Gottes?!

    Das ist genauso sinnvoll wie wenn ich von dir/euch fordern würde die Nichtexistenz von Einhörnern, Zeus und dem Ungeheuer von Loch Ness zu belegen.
    Ansonsten gibt es sie!

    “Die Definition von Atheist ist Gottesleugner …”
    Eigentlich ist das eine sehr unglückliche Bezeichnung.
    Besser wäre die Unterteilung in “nichts” bzw.”normal” und Theist.
    Schliesslich bin ich auch kein Abriefmarkensammler, oder ein Akommunist.
    Wenn man etwas nicht ist gibt es im Normalfall keine Bezeichnung.
    Niemand fordert von mir zu belegen warum ich ein Amondkalendergläubiger bin.
    Nur als Atheist hat sich das so eingebürgert.
    Aber wie gesagt das Wort ist schon so unzutreffend geprägt.

    Als ob Theist das normale wäre und Atheisten beweisen müssten das es Gott nicht gibt.
    Es ist aber haargenau umgekehrt. Demjenigen der etwas behauptet obliegt die Beweislast und nicht dem der es nicht glaubt.

    Oder wie jemand so schön sagte:

    If atheism is a “religion”,…
    then Not Collecting Stamps is a “hobby”.

    If atheism is a “religion”, …
    then Not Playing Football is a “sport”.

    If atheism is a “religion”, …
    then ‘OFF’ is a “TV channel”.

    If atheism is a “religion”, …
    then “Abstinence” is a “sex position”.

    Quelle:
    http://www.youtube.com/user/nonstampcollector?feature=results_main

    • @ I. Kant:

      “Als ob Theist das normale wäre und Atheisten beweisen müssten das es Gott nicht gibt.
      Es ist aber haargenau umgekehrt. Demjenigen der etwas behauptet obliegt die Beweislast und nicht dem der es nicht glaubt.”

      Das stimmt. Wer etwas positiv behauptet trägt die Beweislast. Wer behauptet, dass es Gott gibt, trägt gegenüber dem, der das bestreitet, die Beweislast. Und das ist ja durchaus vernünftig so. Man kann ja vernünftigerweise seine Zeit nicht damit verbringen, jeden erfundenen Unsinn zu widerlegen.

      Dieses Prinzip gilt aber für jeden, der positiv etwas Bestimmtes behauptet. Wer also davon ausgeht, dass…

      1.) …sich das Universum selbst geschaffen hat (es hat also existiert bevor es existiert hat um sich selbst erschaffen zu können) und anschließend
      2.) völlig unkoordinierte Vorgänge ohne Fremdeinwirkung zu immer komplexeren Strukturen inkl. sinnvollen Wechselwirkungen innerhalb und zwischen diesen Strukturen geführt haben,…

      …muss eben das beweisen. Viel Glück.

      Letztlich muss er natürlich gar nichts, sondern kann das einfach als wahr unterstellen. Das hielte ich jetzt zwar für irgendwie unbefriedigend, aber zum Glück sind wir ja ein freies Land.

  6. “Das ist genauso sinnvoll wie wenn ich von dir/euch fordern würde die Nichtexistenz von Einhörnern, Zeus und dem Ungeheuer von Loch Ness zu belegen.
    Ansonsten gibt es sie!”

    Dies ist falsch. Ich muss nicht beweisen, dass meine Nachbarin kein Kind hat, wenn Sie mir einfach sagt, dass Sie kein Kind hat. Ihre Aussage ist Beweis genug.

    Tatsache ist doch, dass du an etwas glauben musst. Selbst der Glaube an “nichts” ist ein Glaube. Ohne Glaube ist ein Leben nicht möglich. Man dürfte nicht mal atmen, denn man glaubt schließlich, dass man bei jedem Atemzug auch Sauerstoff einatmet.

    Bei jedem Schluck Wasser glaubst du, dass das aus der Flasche, aus dem Wasserhahn o.ä auch Wasser ist und nicht Gift.

  7. @friedrich
    „Dies ist falsch. Ich muss nicht beweisen, dass meine Nachbarin kein Kind hat, wenn Sie mir einfach sagt, dass Sie kein Kind hat. Ihre Aussage ist Beweis genug.„

    Ok was willst du damit aussagen?
    Was hat ein Kind mit einem Fabelwesen zu tun? Eine Frau weiss im Normalfall ob sie 9 Monate schwanger war oder nicht. Abgesehen davon das du nicht ausschliessen kannst, dass sie dich anlügt(warum auch immer).
    Dagegen kann kein Mensch mit 100% Sicherheit sagen, dass es das Ungeheuer von Loch Ness nicht gibt. Wie auch?
    Daher weiss ich nicht wie du dein „Beispiel“ mit meiner Aussage in Verbindung bringen willst.

    „Tatsache ist doch, dass du an etwas glauben musst. Selbst der Glaube an “nichts” ist ein Glaube. Ohne Glaube ist ein Leben nicht möglich. Man dürfte nicht mal atmen, denn man glaubt schließlich, dass man bei jedem Atemzug auch Sauerstoff einatmet.“

    Aha ich kann also nicht atmen wenn ich nicht glaube, dass da Sauerstoff drin ist???
    Und was ist im Schlaf, atme ich da nicht? Was ist mit Schildkröten, Feldhamstern, Eseln, Spechten, etc. etc.
    Die glauben wohl auch alle ständig fest daran, dass in der Luft Sauerstoff ist den sie einatmen?
    Und ist erst mit dem hochgelobten israelitischen Wüstenvolk?
    Die alle sind damals sofort gestorben weil sie ja leider noch keine Ahnung von den Elementen hatten
    und wie unabdingbar der Sauerstoff für die Zellfunktionen ist?!
    Daher konnten sie nicht daran glauben und konnten/durften nicht atmen!
    Ja das erscheint mir jetzt sehr plausibel!

    „Bei jedem Schluck Wasser glaubst du, dass das aus der Flasche, aus dem Wasserhahn o.ä auch Wasser ist und nicht Gift.“

    Du denkst also jedes Mal bevor du ein Glas Wasser trinkst:
    „Ok das ist KEIN Gift, das ist KEINE Milch, das ist KEIN Benzin, das ist KEIN Orangensaft, das ist KEINE Farbe, das ist KEINE Batterieflüssigkeit, das ist KEIN Leim, das ist KEIN Blut, das ist kein…usw. usw.“???
    Und erst nach 10 Stunden trinkst du dann das Wasser!?

    Nein ,kein Mensch denkt darüber nach, jeder denkt: Das ist Wasser und trinkt es!
    Dein Argument ist völlig realitätsfern, man könnte gar nicht mehr Leben wenn man ständig über alle Möglichkeiten nachdenken würde die es eben nicht sind.

    Und daher denke ich wenn die Sonne scheint auch nicht darüber nach welche der Millionen erfunden Götter der Menschheit nicht dafür verantwortlich sind.
    Sie scheint und das ist schön.

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