
«Es ist fast so, als wanderten wir über die Farbpalette des großen Impressionisten Claude Monet. Gelbe Arnika, violette Gänseblümchen, blaue Lupinen, eine weiße Orchideenart und Castilleja …» Es gibt einen viel grössen Impressionisten als Monet: Gott. Er hat eine herrliche Erde geschaffen und Er wird eine noch herrlichere neue Erde kreieren. Glaubst du das?
Manchmal gibt’s auch Schönes auf Spiegel Online zu entdecken. Ole Helmhausen berichtete von seiner Trekkingtour durchs wildromantische Kanada. Seine Schilderungen weckten in mir Sehnsucht nach der besseren Heimat … Wird die neue Schöpfung auch so aufregend sein?
Es ist fast so, als wanderten wir über die Farbpalette des großen Impressionisten Claude Monet. Gelbe Arnika, violette Gänseblümchen, blaue Lupinen, eine weiße Orchideenart und Castilleja, die hier viel treffender “Indian Paintbrush” heißt, in allen Rottönen und mit knallgelben Zungen.
Guide Jean-Michel Lessard versichert zwar, der Höhepunkt des Farbenrausches sei schon vor zwei Wochen gewesen. Doch in diesem Augenblick würde ich diese Wanderung am liebsten vergessen und den Rest des Tages dösend zwischen Orobanchaceae und Onagraceae verbringen. Dabei sind wir noch keine zwei Stunden unterwegs. (…)
Etwas später geht die bis dahin vergnügliche Wanderung in echte Plackerei über. Der Atem geht schneller, Schweiß fließt in Strömen. 500 Höhenmeter auf nur vier Kilometer Strecke sind kein Pappenstiel. Bevor die Stimmung kippt, erreichen wir die Trophy-Hütte. Sie liegt in einer Felsenarena, hoch über einem kleinen Teich, in 2153 Meter Höhe.
Ian und Tay ließen das Baumaterial für die Hütten einfliegen und setzten es zu urgemütlichen Refugien mit Küche, Speiseraum und Schlafplätzen unter dem Dach zusammen. Nach dem Abendessen – der niemals müde Jean-Michel serviert kalorienreiche Hausmacherkost – genieße ich vom Balkon aus das Farbenspiel der untergehenden Sonne auf den hängenden Gletschern des Raft Mountain (2450 Meter) auf der anderen Talseite. Alle Rottöne werden durchgespielt, auf Purpur folgt Tiefblau, und wenig später erkenne ich die Milchstraße am Nachthimmel.
Wenn wir die Kreativität unseres Gottes in der gegenwärtigen Schöpfung bestaunen, dann dürfen wir uns dessen bewusst sein, dass Seine neue Erde noch grossartiger sein wird. Wenn wir dann durch die prächtige Natur der neuen Schöpfung wandern, werden wir nicht ausser Atem geraten. Wir werden auch keinen «bärenerfahrenen Guide» brauchen oder uns vor Grizzlys fürchten müssen, wie der Autor obigen Artikels. Wir werden Trekkingtouren durch eine neue Schöpfung machen können, die viel aufregender, schöner und malerischer sein wird als der schönste Flecken Kanadas.
Vielleicht klingt das dem einen oder anderen zu diesseitig; aber ich bin davon überzeugt: das neue Universum wird eine tatsächliche, prächtige, perfekte Schöpfung sein. Und das Beste ist: die lebensspendende Herrlichkeit Gottes wird alles erfüllen und das Schönste der erneuerten Erde noch unermesslich viel schöner machen.
Gott der Herr fordert uns in Bezug auf die neue Erde auf: «Freut euch und frohlockt auf ewig über das, was ich schaffe» (Jes 65,18). Freust du dich auf das neue Universum, das Er erschaffen wird?