
Man könnte meinen, auf die Entrückung durch den Herrn Jesus Christus zu warten, mache passiv. Doch interessanterweise argumentiert Paulus für das Gegenteil. Er setzt sogar voraus, dass wir Christen die Rückkehr unseres Herrn erwarten. Dies steht gar nicht zur Debatte. Denn genau dies ist ein grosser Ansporn für ein Gott wohlgefälliges Leben und gute Werke.
Der Apostel Paulus setzt voraus, dass wir Christen die Rückkehr von Jesus Christus erwarten. Er schreibt in Titus 2,13: «Indem wir erwarten die glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unseres grossen Gottes und Heilandes Jesus Christus …» (Hervorhebung hinzugefügt). Das steht für ihn gar nicht zur Debatte. Ein Christ lebt in der Naherwartung. Punkt. Er wartet nicht auf den Tod, sondern auf die Wiederkunft seines Erlösers. – Übrigens ist Titus 2,13 ein eindeutiger Beweis für die Gottheit Jesu. Er ist der grosse Gott und Heiland.
Man könnte meinen, auf Jesus Christus zu warten, mache passiv oder gleichgültig. Doch interessanterweise argumentiert hier Paulus für das Gegenteil. Er bringt die Erwartung der Wiederkunft Jesu durchaus mit guten Werken in Verbindung: Indem wir Ihn erwarten, können wir gottesfürchtig leben (Tit 2,11-14). Es ist genau anders als wir meinen: Die Erwartung der Wiederkunft führt nicht zur Passivität, sondern zu guten Werken.
Was geschieht, wenn wir Sehnsucht nach der Wiederkunft unseres Erlösers haben und jederzeit damit rechnen?
Wir bleiben am Ball. Wir werden nicht nachlässig. Wir wollen unbedingt und eifrig gute Werke tun und die Zeit auskaufen. Wir können uns Passivität gar nicht leisten, weil bald unser Herr und mit Ihm Sein Lohn kommen könnte. O, wir wollen nichts lieber als bereit sein, wenn Er kommt, um Seine Bluterkauften zu sich zu holen.
Stell dir vor: Jetzt, in diesem Moment ist die Vollzahl der Heiden eingegangen und bereit für den Himmel (Röm 11,26). Die Gemeinde ist vollständig. Wir ahnen nicht, dass dieses aussergewöhnliche und herrliche Ereignis jetzt geschehen wird. Doch der Himmel ist in Bewegung. Jesus Christus erhebt sich von Seinem Thron. Der Erzengel erscheint. Vielleicht entsteht im Himmel eine freudige Unruhe, weil die Engel und die Seelen derer, die bereits beim Herrn sind, realisieren, was jetzt geschehen wird.
Unser Herr Jesus Christus selbst verlässt mit einem gebietenden Zuruf den Himmel, der Erzengel lässt seine ohrenbetäubende Stimme erschallen und die letzte Posaune Gottes ertönt. Jesus Christus sitzt nicht mehr zur Rechten des Vaters. Er hat den Himmel verlassen. Die Leiber derer, die bereits beim Herrn sind, werden durch den gebietenden Zuruf ihres Erlösers auferweckt. Die auferstandenen Toten werden dem Herrn in den Wolken entgegengerückt – in einem Augenblick. Doch das ist nicht alles. Im selben Moment, in einem Augenblick – wir haben in der Zeit noch nicht einmal fertiggezwinkert –, da sind auch wir schon nicht mehr hier auf Erden.
Beim nächsten Augenaufschlag blickst du in das wunderbare Angesicht deines Herrn und Erlösers Jesus Christus. In einem Augenblick bist du – und mit dir alle Gläubigen der Gemeinde – verwandelt worden. Der Herr selbst hat dich in den Wolken zu sich genommen. Dein Leib der Niedrigkeit ist jetzt umgestaltet in einen Leib der Herrlichkeit. Dein Erlöser hat dich durch die offenen Tore des Himmels geführt.
Noch vor nicht einmal einer Sekunde warst du hier auf Erden, und jetzt? Worte können nicht beschreiben, wo du jetzt bist und was du jetzt siehst!
Jetzt erkennst du es vollends: Dein richtiges Leben hat gerade erst angefangen. Der Himmel ist soviel schöner, herrlicher, atemberaubender, faszinierender und lebendiger als du gedacht hast. Du spürst es sofort: Du bist Zuhause angekommen. Und du wirst jetzt bei deinem geliebten Herrn sein allezeit.
Freust du dich auf diese glückselige Hoffnung? Freust du dich auf die Wiederkunft deines Erlösers?
Diese Vorfreude und diese Erwartung spornen dich an zu einem Leben im Eigentumsvolk Gottes, das eifrig ist zu guten Werken (Tit 2,14).
Aleluya, glory to God. Wir erwarten auf diesen Tag. Gottes Segen Bruder Rene.