Das «Lost»-Evangelium

Evangelium

Es gibt bzw. gab da eine TV-Serie. Sie war ziemlich erfolgreich und dauerte 6 Staffeln lang (sprich: 6 Jahre). Sie handelt von Menschen, die auf mysteriöse Weise einen Flugzeugabsturz überleben und auf einer sehr eigenartigen Tropeninsel stranden. Da gibt es ein Rauchmonster, Eisbären, die gefährlichen «Anderen» und eine Luke mitten im Dschungel, die sich nicht öffnen lässt. Die Rede ist von «Lost», laut Spiegel Online ein Mystery-Epos «voller paranormaler Phänomene».

Nach Abschluss der Serie jubelte ein säkularer Filmkritiker von Entertainment Weekly, die letzte Episode sei «sweet, fun, Christian». Naja … ich hab das Finale zwar nicht gesehen, aber die Inhaltsangabe klingt alles andere als christlich. Es gibt sogar ein popkulturchristliches Buch namens «The Gospel According to Lost». Es ist fraglich, wie «konservativ» der Autor eines solches Buches wohl ist. Doch auch unter den sogenannten bibeltreuen, konservativen Christen erfreut sich die Serie recht grosser Beliebtheit, zumindest in den USA.

Die konservativen Christen, die «Lost» mögen, sind allerdings klug genug, zu verstehen, dass diese Serie alles andere als christlich ist (s. den Artikel von Dan Phillips). «Lost» weist ohne Frage zahlreiche biblische Anleihen vor – dies aber auch aus fernöstlichen Religionen und der ganzen Spannbreite weltlicher Philosophie. «Lost» ist sehr philosophisch … und esoterisch … und gnostisch … und mystisch … und postmodern. «Lost» ist voller Mysterien und wird je länger desto abstruser. Trotzdem ist die Botschaft ziemlich eindeutig … (weiterlesen…)

Jesus kommt bald … wirklich?

Wiederkunft

Im letzten Buch der Bibel, im letzten Kapitel, wird fünfmal bestätigt, dass Jesus Christus bald kommt (Offb 22,6.7.10.12.20). Die letzten Verse lauten:

Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen; komm, Herr Jesus! Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit allen Heiligen (Offb 22,20-21).

Seit Niederschrift der Offenbarung sind schon knapp 2.000 Jahre verstrichen. Tja. Da hat sich der Apostel Johannes wohl ein wenig geirrt, oder? Vielleicht hat er sich verhört. Vielleicht sagte Jesus ihm eigentlich: «Ja, ich komme, aber noch nicht so bald.» – Ganz sicher nicht! Fünfmal bestätigt Jesus Seine baldige Wiederkunft. Und das Buch der Offenbarung beginnt auch mit einem doppelten Hinweis auf das, «was bald geschehen muss» (1,1), «denn die Zeit ist nahe» (1,3). Was nun? Hat Gott etwa kein Zeitgefühl? Ich meine, «bald» heisst hier wirklich «bald» oder «in Kürze» oder «schnell» oder «eilends». Die für «bald» verwendeten griechischen Wörter haben keine andere, irgendwie tiefere, höchst obskure Bedeutung, wie zum Beispiel: «Bald spricht eigentlich von der Qualität des Kommens, nicht von etwas zeitlichem.» Das wäre Quatsch mit Sosse, Senf und Ketchup. Nein, die Offenbarung spricht hier von etwas, das rasch und ohne Verzug geschehen soll.

Also, hat Gott sich ein bisschen vertan? Ist Er wie ein Mensch, der sagt: «Ich komme gleich», es dann aber wieder vergisst, weil er gerade mit etwas anderem beschäftigt ist? Das sei ferne! Zuvorkommend wie Er ist, gibt der Heilige Geist in der Bibel selbst eine Erklärung. Er inspirierte den Apostel Petrus zu folgender Aussage:

Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Der Herr zögert die Verheissung nicht hinaus, wie es einige für ein Hinauszögern halten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, dass irgendwelche verloren gehen, sondern dass alle zur Busse kommen (2.Petr 3,8-9).

Schön. Petrus bezieht sich hier ausdrücklich auf die «Verheissung seiner Ankunft» (3,4). Ich klaue hier also nicht eine Erklärung für Birnen, um Äpfel in der Bibel zu erklären. Es geht hier um Äpfel und Äpfel. Petrus gibt diese Erklärung in Bezug auf die Wiederkunft seines Herrn.

In dem Fall hat Er ja noch ein wenig Zeit … es sind erst zwei Tage vergangen … Ja, Jesus Christus kommt bald. Er kommt sicher. Er kommt auf jeden Fall. Er kommt ohne Verzug. Er hält Sein Wort. Er trödelt nicht. Er hat es nicht vergessen. Es gibt nur einen Grund, warum Er noch nicht so früh gekommen ist, wie wir es gerne hätten: Er ist langmütig gegen uns, da Er nicht will, dass irgendjemand verloren geht, sondern dass alle zur Busse kommen. Er will noch Menschen retten, bevor Er kommt (vielleicht dich, deine Familie, deine Freunde etc.). Aber Er kommt, bald. Erwartest du Ihn?

Der diese Dinge bezeugt, spricht: Ja, ich komme bald. – Amen; komm, Herr Jesus! (Offb 22,20).

Buch: The Greener Grass Conspiracy

Rezensionen

Es gibt da eine grosse Verschwörung, die dich und mich jeden Tag neu bedroht. Laut Stephen Altrogge ist es eine globale Verschwörung, von der kein Mensch ausgeschlossen ist. Es ist eine Verschwörung zwischen meinem Herzen, der Welt und Satan. Laut dieser Verschwörung ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner. Es ist die Verschwörung der Unzufriedenheit und Undankbarkeit. Altrogge beschreibt es so:

Bevor ich Wal-Mart betrat, war ich ziemlich glücklich mit meinem Leben. Nun will ich mehr Sachen. Die Verschwörung ist überall!1

Auf humoristische und locker-flockige Art und Weise schreibt Stephen Altrogge über unsere notorische Undankbarkeit und wie wir unabhängig von unserer Situation doch zufrieden sein können. The Greener Grass Conspiracy liest sich leicht. Es ist ein dünnes Taschenbuch, abwechslungsreich und lebendig geschrieben, und noch dazu in einem einfachen Englisch, das man auch mit rudimentären Sprachkenntnissen verstehen kann.

Altrogge schreibt über nichts Neues. Christen wissen, wohin er mit seiner Argumentation geht. Sein Buch gründet auf dem Evangelium, ist christuszentrisch und hat die Ehre Gottes im Blick. Das Bemerkenswerte an The Greener Grass Conspiracy ist, wie unglaublich unterhaltsam es geschrieben ist. Altrogge nimmt die Stellung eines Mitkämpfers ein. Seine Illustrationen und Anekdoten sind für uns verwöhnte Westmenschen lebensnah und ehrlich. Er tut nicht so, als hätte er schon eine erhabene Stellung erreicht, von der aus er seine Leser nun belehren könnte. Altrogge nimmt seine Leser ernst, auch wenn sie sich vielleicht nur um verhältnismässige Kleinigkeiten sorgen. Dies ist die eine Seite. Auf der anderen Seite tut er in Bezug auf Menschen mit wirklichen Problemen nicht so, als hätte er die Lösung höchstselbst erfunden oder könnte er ihre Schmerzen verstehen. Altrogge bleibt in allem ausgewogen. Er ist seriös, wenn es sein muss, er bleibt locker, wenn es möglich ist (er ist aber nie oberflächlich). Darüber hinaus hat das Buch ein äusserst robustes theologisches Fundament. Bei allem Humor schmiert Altrogge dem Leser weder Honig um den Bart noch kitzelt er die Ohren. Christus allein ist das Zentrum der Weltsicht in The Greener Grass Conspiracy.

Altrogge schrieb dieses Buch nicht bloss, damit wir glücklicher sein können, sondern damit Gott durch unser Leben mehr geehrt wird. Denn, wann immer wir meckern, sagen wir, dass Gott nicht vertrauenswürdig ist und nicht gut für uns sorgt. Das ist Blasphemie. Um diese Schlussfolgerung tänzelt Stephen Altrogge nicht im Geringsten herum.

Altrogge räumt dem Evangelium einen prominenten Platz ein und nimmt immer wieder auf das unfassbar grosse Erlösungsgeschenk Bezug. Das Kreuz steht im Zentrum. Das Buch endet mit einem Ausblick zum Himmel, wobei Altrogge sehr viel Randy Alcorn zitiert. Ganz im Sinne Alcorns zeigt Altrogge auf, dass alle unsere unerfüllten Sehnsüchte letztendlich unsere Sehnsucht nach dem Himmel zeigen. Unsere Probleme hier bereiten uns auf die Herrlichkeit vor, die wir in der Ewigkeit erwarten.

The Greener Grass Conspiracy ist ein ermutigendes, Gott verherrlichendes und sehr leicht lesbares Buch. Ich lege es jedem Christen, der ein bisschen englisch kann, allerwärmstens ans Herz. Ich schliesse mit Randy Alcorns Empfehlung zum Buch: «Sei nicht damit zufrieden, es nicht zu lesen.»

1 Stephen Altrogge, The Greener Grass Conspiracy, S. 13 (Zitat übersetzt von René Malgo)

Multikulti beim Mitternachtsruf

Mitternachtsruf

Der Prophet Jesaja weissagte, damals, im Alten Bund:

An jenem Tag wird eine Strasse sein von Ägypten nach Assyrien; und die Assyrer werden nach Ägypten und die Ägypter nach Assyrien kommen, und die Ägypter werden mit den Assyrern dem Herrn dienen. An jenem Tag wird Israel das Dritte sein mit Ägypten und mit Assyrien, ein Segen inmitten der Erde; denn der Herr der Heerscharen segnet es und spricht: Gesegnet sei mein Volk Ägypten, und Assyrien, meiner Hände Werk, und Israel, mein Erbteil! (Jes 19,23-25).

Dieser Tag ist noch nicht gekommen. Ägypten gibt’s als Land immer noch. Das heutige Syrien entstammt wohl dem antiken Assyrien. Israel ist durch ein Gotteswunder wieder eine Nation. Doch allzu lieb haben diese drei Völker heute weder sich gegenseitig noch den Herrn. – Nun ist es ziemlich schwer, obige Aussage zu vergeistigen oder als erfüllt im Evangelium und in Christus zu betrachten. Jesaja gebrauchte hier nun wirklich keine symbolische Sprache. Eigentlich ist der Text ziemlich leicht verständlich. Wer die grammatisch-historische Hermeneutik durchgängig anwendet, kann nur zum Schluss kommen, dass sich diese Aussage noch erfüllen muss. – Nichtsdestotrotz: Was diese Bibelstelle durch Jesus Christus tatsächlich schon heute bedeuten kann, zeigte sich letzte Woche am grossen Himmelfahrts-Freundestreffen des Missionswerkes Mitternachtsruf in Sindelfingen.

Einer der drei Redner an dieser Konferenz war Elia Morise, seit Kurzem freier Mitarbeiter des Missionswerkes und ägyptischstämmiger Evangelist. Er hatte eine christlich-arabische Musikgruppe mitgenommen, zusammengesetzt aus unter anderem Ägyptern, Israelis und Syrern. Gemeinsam sangen sie von und für Jesus und stellten eindrücklich unter Beweis, was bedeutet: «wo nicht Grieche noch Jude ist (…) – sondern alles und in allen Christus» (Kol 3,11).

Aber die multikulturelle Einheit ging an diesem Himmelfahrtstag in der Stadthalle von Sindelfingen noch weiter: Ein Deutscher (Norbert Lieth), ein Ägypter (Elia Morise) und ein Israeli (Daniel Yahav) verkündigten einmütig unseren wunderbaren Erlöser Jesus Christus. Im Zentrum standen das Evangelium (Elia Morise), die Herrlichkeit der biblischen Prophetie (Norbert Lieth) und die baldige Wiederkunft Jesu Christi (Daniel Yahav).

Erfreut erzählte Daniel Yahav unter anderem von dem messianischen Aufbruch unter den Juden in Israel. Er gab bewegende Zeugnisse von Juden weiter, die sich bekehrt hatten (auch aus sehr religiösem Umfeld). Seine Gemeinde in Tiberias (Galiläa) zählt etwa 500 Mitglieder. Das ist für Israel etwas ganz Besonderes … und welcher Christ freut sich nicht, dass immer mehr Juden in Israel ihren Messias erkennen? O, möge doch dieser Aufbruch weiter anwachsen und zu einer umfassenden Erweckung unter dem nur zeitweise beiseite gestellten Bundesvolk Jahwes führen!

Es waren über 1000 Leute da, so viele, wie schon lange nicht mehr. Beeindruckend war für mich die Einheit zwischen Geschwistern aus unterschiedlichsten Kulturkreisen (also gut, einige nicht ganz so freie deutsche Geschwister waren etwas entsetzt, als die etwas – ähm, sagen wir – «lebendigeren» orientalischen Geschwister bei der Musik anfingen, sich zu bewegen, aber davon abgesehen überherrschte die Einheit und Liebe in Christus). Da standen ein Israeli, Sohn jüdischer Holocaustüberlebenden, ein Ägypter und ein Deutscher Seite an Seite und waren eins in Christus.

Das war doch ein kleiner Vorgeschmack auf den Himmel, wenn die Bluterkauften «aus jedem Stamm und jeder Sprache und jedem Volk und jeder Nation» vor Gottes Thron stehen und Ihn anbeten (Offb 5,9). Da kann man nur sagen: Soli Deo Gloria! … Gott allein die Ehre!

Das Schicksal Israels

Israel

Aber ist der Jude besiegt? Ist er ein bezwungener Mann? Ist sein Land beschlagnahmt? Nein, er ist immer noch vom Adel der Welt – gequält, beschimpft, bespuckt, und doch steht geschrieben: «Dem Juden zuerst als auch dem Griechen». Er macht eine hohe Würde über uns geltend, und er hat eine Geschichte, die noch werden soll, die grösser und herrlicher sein wird als die Geschichte jeglicher Nation, die jemals existiert hat.1

Gemäss 4.Mose 23,19 ist Gott «nicht ein Mensch (…), dass er lüge, noch ein Menschensohn, dass er bereue. Sollte er sprechen und es nicht tun, und reden und es nicht aufrechterhalten?» Jahwe hatte Israel erwählt, Jahwe wusste, dass Israel abfallen würde –  und so prophezeite Jahwe noch bevor Israel das Land überhaupt in Besitz genommen hatte und abgefallen war: (weiterlesen…)

Widerspricht Jakobus dem Apostel Paulus?

Evangelium

Müssen wir, wenn wir ehrlich sind, konstatieren, dass Paulus und Jakobus sich widersprechen?

Jakobus sagt: «Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein» (Jak 2,24).

Paulus sagt: «Denn wir urteilen, dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke» (Röm 3,28).

Wer hat nun Recht? Beide. Dies ist keine postmoderne Alle-haben-irgendwie-Recht-Antwort, sondern ist der Tatsache geschuldet, dass Paulus und Jakobus über zwei verschiedene Dinge schreiben: (weiterlesen…)

Eschatologiemodelle Teil 1: Die geistige Sicht

Was ist die sogenannte geistige Sicht von Ewigkeit und Zukunft? Könnte es sein, dass du ein Vertreter der «geistigen Sicht» bist? Ein Beitrag von Dr. Michael Vlach, Professor an The Master’s Seminary.

Himmel

Ich möchte mich ein wenig mit Eschatologiemodelle auseinandersetzen. Unser Verständnis von den zwei Hauptmodellen kann sehr hilfreich sein, wenn wir sicher sein wollen, dass unsere Sicht von der Eschatologie auf der Bibel gründet, und nicht auf den Ideen Platos. Gemäss Craig Blaising gibt es zum ewigen Leben zwei umfassende Modelle, die von den Christen seit der Zeit der Frühkirche vertreten werden.

Das erste Modell nennt er die geistige Sicht.1 Dieses Modell ist vom Platonismus beeinflusst.2 Nach diesem Modell wird der Himmel hauptsächlich als ein geistiges Gebilde betrachtet. Himmel ist die höchste Realitätsstufe des Seins – der geistige Bereich im Gegensatz zu gemeiner Materie.

Dies ist die Bestimmung der Erlösten, die an diesem unirdischen, geistigen Ort als geistige Wesen ewig mit geistiger Aktivität beschäftigt sein werden.3

Blaising argumentiert, dass die geistige Sicht eine Kombination biblischer Themen und kultureller Ideen ist, die in der klassischen philosophischen Tradition üblich waren. Das Modell der geistigen Sicht stützt sich auf folgende biblische Themen: (weiterlesen…)

Gott betet für uns

Evangelium

Freut es dich, wenn jemand für dich betet? Möchtest du gern, dass jemand für dich betet? Der Heilige Geist selbst betet für uns:

Ebenso aber nimmt auch der Geist sich unserer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir bitten sollen, wie es sich gebührt, aber der Geist selbst verwendet sich für uns in unaussprechlichen Seufzern (Röm 8,26).

Auf Wretched Radio hörte ich einen Predigtausschnitt von Milton Vincent (Sendung vom 7. Mai 2012). Er predigte über die Aussage dieses Verses und erklärte sinngemäss unter anderem Folgendes:

Die grammatikalische Form des Wortes für «verwendet sich» legt nahe, dass Er dies ständig tut. Gott der Heilige Geist betet ständig für uns, die wir Gottes Erlöste sind.

Der Heilige Geist verwendet sich für uns. Wenn Er betet, betet Er nicht gegen uns, wie zum Beispiel Elia gegen das ungläubige Israel betete, sondern Er betet für uns. Gott der Heilige Geist spricht für uns vor Gott dem Vater.

Wusstest du das? Bist du dir dessen bewusst? Gott der Heilige Geist betet für dich. Das ist eine der vielen herrlichen Auswirkungen des Evangeliums! Der Heilige Geist, den wir betrüben und dämpfen können, verwendet sich nichtsdestotrotz immer wieder für uns!

Links zum neutestamentlichen Kanon

Geschichte

Meine kurze Serie über den neutestamentlichen Kanon ist abgeschlossen:  Teil 1: Die Frühkirche und das Neue Testament; Teil 2: Warum wurde ein neutestamentlicher Kanon notwendig?; Teil 3: Die verschiedenen kanonischen Listen in der Frühgemeinde; Teil 4: Die Ehrfurcht vor Gottes Wort in der Frühgemeinde; Teil 5: Wie der neutestamentliche Kanon bestätigt wurde.

Meine Reihe ist recht oberflächlich, und beruht schon gar nicht auf meine Weisheit. Als ich zum Kanon des Neuen Testaments recherchierte, stiess ich auf folgende lesenswerte Links (die auch mehr in die Tiefe gehen):

Weitere interessante Links zum Kanon sind auf Monergism zu finden (u.a. auch obige).

Diese Links sind alle englischsprachig. Dank dem Blog «Bibelkreis München» stiess ich kürzlich aber auch auf zwei deutschsprachige Blogartikel zur Verlässlichkeit des Neuen Testaments:

Und ausserdem habe ich mir das Buch Canon Revisited von Michael J. Kruger für Kindle runtergeladen. Dieses Buch soll wohl ganz gut sein. Ich bin gespannt …

Rechtfertigung durch Werke?

Evangelium

Widerspricht Jakobus dem Apostel Paulus? Liberale Theologen sind sich da sicher, und sogar einige bibeltreue Ausleger erklären, wir müssten akzeptieren, dass die beiden sich widersprechen.

Ihr seht also, dass ein Mensch aus Werken gerechtfertigt wird und nicht aus Glauben allein (Jak 2,24).

Dies behauptet Jakobus. Widerspricht er damit nicht eindeutig Paulus, der in Römer 3,28 erklärt, «dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke»?

Die Auflösung ist relativ einfach. Ich werde sie Mittwochabend hier posten. Bis dahin bleibt der Gedankenanstoss: Bin ich, bist du, mir (dir) darüber im Klaren, dass in irgendeiner Form Werke zu einem rettenden Glauben gehören? Bin ich mir darüber im Klaren, dass «der Glaube, wenn er keine Werke hat, in sich selbst tot» ist (Jak 2,17)?

Du glaubst, dass Gott einer ist, du tust recht; auch die Dämonen glauben und zittern (Jak 2,19).

Wenn es um Wissen, klare Theologie und intellektuelle Erkenntnis geht, haben die Dämonen sicherlich einen einwandfreien Glauben. Ihre Gottesfurcht ist wahrscheinlich sogar höher als die von manchen Christen. Aber sind sie deswegen gerettet? Ihr Glaube ist tot, und toter Glaube rettet nicht. Wie lebendig ist dein oder mein Glaube?

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